Über die Behandlungsmethode
Angiographische Notfallintervention bei Herzinfarkt
Wenn der Patient schnell ein Zentrum mit einem Angiographiegerät erreichen konnte, ist der Goldstandard immer die primäre PCI (sofortige physikalische Öffnung des Gefäßes durch eine Angio). Die intravenöse Verabreichung von gerinnselauflösenden (thrombolytischen) Medikamenten birgt das Risiko einer Hirnblutung und ihre Erfolgsquote bei der Gefäßöffnung ist geringer als bei einem Stent. Ein Stent öffnet den Verschluss zu 99 % dauerhaft.
Der Patient wird von der Notaufnahme sofort auf den Angio-Tisch gebracht. Meistens erfolgt der Zugang über die Arterie am Handgelenk, und das Gerinnsel wird mit einem Draht passiert. Manchmal wird das Gerinnsel mit einem speziellen Vakuum (Thrombektomie) herausgezogen, und der Blutfluss wird innerhalb von Sekunden wiederhergestellt, indem ein medikamentenbeschichteter Stent in diesem Bereich platziert wird.
Das Ausmaß des Schadens hängt vollständig davon ab, wie "schnell" der Patient nach dem Infarkt das Krankenhaus erreicht. Wird das Gefäß innerhalb der ersten 1-2 Stunden (frühzeitig) geöffnet, kann es sein, dass kein dauerhafter Schaden am Herzmuskel zurückbleibt. Bei Blockaden, die länger als 12 Stunden andauern, sterben die Zellen jedoch ab, sodass sich eine dauerhafte Narbe (Vernarbung) am Herzen und eine Herzinsuffizienz entwickeln. Zeit ist Muskel (Time is muscle).
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.