Über die Behandlungsmethode
Ära der Spray-Chemotherapie bei Krebs
Für HIPEC (Hypertherme Chemotherapie) muss zunächst der Bauchraum komplett geöffnet und die darin befindlichen Tumore in einer stundenlangen Operation entfernt werden (es handelt sich um eine sehr schwere Operation). PIPAC hingegen ist das Verfahren, bei dem das Medikament ohne Operation des Patienten, indem man nur mit einer Kamera durch 2 kleine Löcher (laparoskopisch) eindringt, für 30 Minuten direkt als Spray in den Bauchraum gesprüht wird. Der Patient kann am nächsten Tag nach Hause gehen.
Die Gasform (Aerosol) dringt mikroskopisch bis in die kleinsten Falten des Bauchraums ein, in jeden Winkel, den flüssige Chemotherapie nicht erreichen kann. Darüber hinaus wird durch den ausgeübten "Druck" sichergestellt, dass das Chemotherapeutikum millimeterweit tief (ins Innere) in das Tumorgewebe eindringt.
PIPAC ist in der Regel kein kurativer (vollständige Heilung bringender) Eingriff, sondern ein palliativer. Ziel ist es, die Tumore, die den Bauchraum auskleiden, zu verkleinern, die ständige Flüssigkeitsansammlung (Aszites) im Bauchraum des Patienten zu stoppen, Schmerzen zu lindern und die Überlebenszeit/Lebensqualität des Patienten zu erhöhen. Sie wird meist in 3 Sitzungen im Abstand von 6 Wochen angewendet.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.