Über die Behandlungsmethode
Geschlossene Operationen bei Prostatavergrößerung
Bei der TUR-P-Operation wird die vergrößerte Prostata von innen Stück für Stück durch Verbrennen ausgehöhlt. Bei der HoLEP-Operation (Holmium-Laser) hingegen wird das vergrößerte Prostatagewebe mit einem Laser in einem Stück angeschnitten (genau so, als würde man das Innere einer Orange von ihrer Schale trennen), von seiner Kapsel abgezogen, in der Blase zerkleinert und dann entfernt. Bei HoLEP geht die Blutung gegen Null, das Risiko, dass die Prostata wieder nachwächst, ist viel geringer, und der Patient ist den Katheter bereits nach einem Tag wieder los.
Geschlossene Prostataoperationen, die wegen BPH durchgeführt werden, schädigen die Nerven, die für die Erektion verantwortlich sind, nicht; daher wird die sexuelle Potenz des Patienten nicht beeinträchtigt. Da auch der Schließmuskel (Sphinkter) geschont wird, liegt das Risiko einer dauerhaften Harninkontinenz bei unter 1 %. Lediglich in den ersten Wochen kann es vorübergehend zu plötzlichem Harndrang kommen.
Dies ist eine erwartete und natürliche Folge dieser Operationen. Da die inneren Teile der Prostata ausgehöhlt werden, erweitert sich das Klappensystem zwischen Harnröhre und Blase. Der Patient erlebt das Orgasmusgefühl beim Geschlechtsverkehr ganz normal, jedoch spritzt der produzierte Samen nicht nach außen (an die Penisspitze), sondern in den Hohlraum (in die Blase) und wird später mit dem Urin ausgeschieden. Es schadet weder der Gesundheit noch der Lust; es erschwert lediglich die natürliche Zeugung von Kindern.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.