Über die Behandlungsmethode
Geburtsprozess im Wasserumfeld
Das ist die am häufigsten gestellte Frage. Das Baby lebt bereits 9 Monate lang in einer flüssigen Umgebung (Fruchtwasser) im Mutterleib, ohne zu atmen, und erhält Sauerstoff über die Nabelschnur. Da dieses flüssige Milieu bei der Geburt in dem Moment erhalten bleibt, in dem es in das Wasser austritt, wird der "Atemreflex" noch nicht ausgelöst. In der Sekunde, in der die Hebamme oder der Arzt das Baby aus dem Wasser nimmt und es der Luft aussetzt, macht das Baby seinen ersten Atemzug und weint. Es besteht keine Erstickungsgefahr.
Warmes Wasser erhöht die Ausschüttung von „Endorphinen“ (natürlichen Schmerzmitteln) im Körper der Mutter und reduziert Stress. Die Auftriebskraft des Wassers gibt der Mutter ein Gefühl der Schwerelosigkeit; Die Mutter kann im Pool problemlos die von ihr gewünschte Position (Hocken, Knien) einnehmen. Gleichzeitig verringert sich die Notwendigkeit eines Dammschnitts (Episiotomie) stark, da sich der Dammbereich unter der Einwirkung von Wasser sehr gut dehnt.
Leider nein. Voraussetzung für eine Wassergeburt ist eine völlig komplikationslose und risikoarme Schwangerschaft. In Fällen wie Mehrlingsschwangerschaften (Zwillingen), Steißlage des Babys, einem großen Baby, Bluthochdruck der Mutter, Frühgeburt oder Rhythmusstörungen beim Baby wird eine Wassergeburt aus medizinischer Sicht nicht für angemessen erachtet und stattdessen eine normale Bettgeburt oder ein Kaiserschnitt bevorzugt.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.