Über die Behandlungsmethode
Nicht-chirurgischer Herzklappenersatz
Bei offenen Operationen wird die alte Klappe herausgeschnitten und entfernt. Bei der TAVI-Methode wird die alte verkalkte Klappe jedoch nicht entfernt. Die "Neue Klappe", die im Drahtgeflecht an der Spitze des Geräts zusammengedrückt ist, wird genau in der Mitte der alten versteinerten Klappe mit einem Ballon aufgeblasen und so mit Kraft entfaltet. Die alte Klappe wird an die Ränder gedrückt und dient als Fassung, in der sich die neue Klappe festhält.
Das TAVI-Verfahren wurde ursprünglich für Hochrisikopatienten im fortgeschrittenen Alter (über 75-80 Jahre) mit Lungen- oder Nierenproblemen entwickelt, von denen gesagt wurde, sie würden "eine Operation am offenen Herzen auf dem Tisch nicht überleben". Dank TAVI wurden diese Patienten in 2 Tagen entlassen und konnten am Leben festhalten. Da der Erfolg heute erwiesen ist, wird es nun auch bei Patienten mit mittlerem Risiko und bei jüngeren Patienten eingesetzt.
Der Eingriff wird in der Regel ohne Vollnarkose (Einschläfern) bei wachem Patienten oder unter leichter Sedierung (entspannter Schlafzustand) durchgeführt. Da das Brustbein nicht durchtrennt wird, wird der Patient noch am selben Tag von der Intensivstation auf ein normales Zimmer verlegt und nach 2-3 Tagen gesund entlassen. Wie jeder Eingriff birgt er jedoch geringe Risiken wie einen Schlaganfall (Blutgerinnsel) oder Gefäßverletzungen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.