Über die Behandlungsmethode
Die komplexeste Operation in der Medizin
Der Bauchspeicheldrüsenkopf, der Magen, der Zwölffingerdarm und die Gallenwege sind eine "Kreuzung", die aneinander haften und gemeinsame Gänge nutzen. Liegt der Tumor an dieser Kreuzung; werden der Kopf der Bauchspeicheldrüse (der Teil mit dem Tumor), der gesamte Zwölffingerdarm, die Gallenblase, ein Teil des Gallengangs und manchmal auch ein Teil des Magens in einem einzigen Block (als Ganzes) herausgeschnitten und entsorgt.
Die Kunst beginnt in der Phase der "Rekonstruktion" (Wiederherstellung) des chirurgischen Eingriffs. Der Chirurg zieht den Dünndarm nach oben und verbindet ihn mit der verbleibenden gesunden Bauchspeicheldrüse (damit Pankreasenzyme fließen können), dem Gallengang (damit Galle fließen kann) und dem Magen (damit die Nahrung nach unten gelangen kann) separat über 3 verschiedene, filigrane Nahtlinien (Anastomosen).
Da viele Organe geschnitten und mit sehr feinen Fäden wieder aneinandergenäht werden müssen (insbesondere weiches Bauchspeicheldrüsengewebe an den Darm), dauert die Operation durchschnittlich 6 bis 8 Stunden. Die am meisten gefürchtete Situation nach der Operation ist das Austreten von Enzymen und Flüssigkeit an diesen Nahtstellen (insbesondere an der Verbindung zwischen Pankreas und Darm) (Fistel/Leckage). Es erfordert ein sehr hohes Maß an Erfahrung.
Da nicht die gesamte Bauchspeicheldrüse, sondern nur der tumoröse „Kopf“-Teil entfernt wird, reichen der verbleibende Schwanz und Körper meist aus, um den Insulinbedarf des Patienten zu decken (und den Blutzucker zu regulieren). Die Wahrscheinlichkeit, dass ein neuer Diabetes auftritt, ist gering; da sich jedoch der Resorptionsmechanismus des Patienten geändert hat, muss er lange Zeit Verdauungsenzym-Medikamente (Pillen) einnehmen und kleine, häufige Mahlzeiten zu sich nehmen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.